Was ist die beste Bettdecke für den Winter?
Die beste Winterbettdecke hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme Du brauchst und ob Du nachts zum Schwitzen neigst. Daunen bieten besonders viel Wärme bei geringem Gewicht. Naturhaarfüllungen wie Kamelhaar, Merinowolle oder Schafwolle verbinden eine hohe Wärmeleistung mit einem besonders guten Feuchtigkeitsmanagement.
Damit Du die für Dich passende Winterdecke schnell findest, ist der Ratgeber in drei Bereiche unterteilt:
- Schnell: Passende Empfehlung nach Wärmebedarf und Schwitzverhalten
- Übersicht: Alle Füllmaterialien direkt in einer Tabelle vergleichen
- Ausführlich: Eigenschaften, Vorteile und Nachteile aller Füllungen im Detail
Starte dort, wo es für Dich am besten passt. Tippe einfach auf den gewünschten Link.
Schnelle Entscheidungshilfe
- Ich brauche viel Wärme und neige zum Schwitzen
- Ich brauche viel Wärme und schwitze nicht
- Ich brauche moderate Wärme und neige zum Schwitzen
- Ich brauche moderate Wärme und schwitze nicht
Tabelle
Ganz ausführlich
Welche Winterdecke passt zu dir? Schnelle Entscheidungshilfe
Beantworte zwei einfache Fragen und finde sofort die passende Füllung: Wie viel Wärme brauchst du und neigst du zum Schwitzen?
Du brauchst viel Wärme und neigst zum Schwitzen?
Empfehlung:
- Merinowolle, Kamelhaar, Schafwolle oder Alpaka
Diese Materialien kombinieren hohe Wärmeleistung mit sehr guter Feuchtigkeitsregulierung. Sie nehmen entstehende Feuchtigkeit auf und geben sie wieder an die Umgebung ab. Dadurch unterstützen sie ein trockenes und ausgeglichenes Schlafklima.
Warum?
Naturhaarfasern können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne sich schnell feucht oder klamm anzufühlen. Gleichzeitig schließen ihre Faserstrukturen Luft ein und sorgen dadurch für eine gute Wärmeisolierung.
Merinowolle, Kamelhaar, Schafwolle und Alpaka eignen sich deshalb besonders, wenn Du nachts viel Wärme brauchst, aber gleichzeitig zum Schwitzen neigst. Du bekommst eine warme Winterdecke mit gutem Feuchtigkeitsmanagement.
Direkt zu den Bettdecken
Du brauchst viel Wärme und schwitzt nicht?
Empfehlung:
- Daunen, Yakhaar oder Kaschmir.
- Aber auch Kamelhaar, Alpaka, Merinowolle und Schafwolle sind für Dich sehr gut geeignet.
Wenn Du nachts wenig schwitzt, hast Du bei der Füllung eine besonders große Auswahl. Du kannst Dich stärker danach richten, wie warm, leicht und anschmiegsam Deine Winterdecke sein soll.
Warum?
Daunen sind ideal, wenn Du maximale Wärme bei möglichst geringem Gewicht möchtest. Ihre feinen Verästelungen schließen sehr viel Luft ein. Dadurch entsteht eine starke Isolationswirkung bei sehr niedrigem Füllgewicht.
Yakhaar und Kaschmir bieten ebenfalls viel Wärme bei vergleichsweise geringem Gewicht. Sie sind deshalb interessant, wenn Du eine leichte und hochwertige Naturhaardecke suchst.
Kamelhaar, Merinowolle und Schafwolle sind jedoch keineswegs nur für Menschen geeignet, die schwitzen. Auch wenn Du wenig schwitzt, profitierst Du von ihrer hohen Wärmeleistung und ihrem sehr guten Feuchtigkeitsmanagement. Sie sind besonders interessant, wenn Dir ein ausgeglichenes Schlafklima wichtiger ist als ein möglichst geringes Gewicht.
Der entscheidende Unterschied zeigt sich eher in der anderen Richtung: Wenn Du nachts stark schwitzt, wird das Feuchtigkeitsmanagement wichtiger. Dann sind Kamelhaar, Merinowolle und Schafwolle meist die bessere Wahl als Daune und auch gegenüber Kaschmir oder Yakhaar im Vorteil.
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Du brauchst moderate Wärme und neigst zum Schwitzen?
Empfehlung:
- Merinowolle, Kamelhaar, Schafwolle oder Alpaka jeweils mit mittlerem Wärmegrad
Nutze im Shop den Filter: Bettdecken Wärmegrad oder Jahreszeit.
Warum?
Wenn Du nachts zum Schwitzen neigst, sind Merinowolle, Kamelhaar, Schafwolle und Alpaka durch ihr sehr gutes Feuchtigkeitsmanagement besonders geeignet. Bei moderatem Wärmebedarf kommt es vor allem darauf an, eine weniger warme Ausführung dieser Füllungen zu wählen.
Die Naturhaarfüllungen nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder an die Umgebung ab. Dadurch unterstützen sie ein trockeneres und ausgeglicheneres Schlafklima.
Da es Bettdecken aus diesen Materialien mit unterschiedlichen Wärmegraden gibt, solltest Du bei moderatem Wärmebedarf gezielt einen mittleren Wärmegrad wählen. So bekommst Du die Vorteile der feuchtigkeitsregulierenden Füllung, ohne dass die Bettdecke für Dich zu warm wird.
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Du brauchst moderate Wärme und schwitzt nicht?
Empfehlung:
- Leichte Daunendecke oder Bio-Baumwolle
- Aber auch Kamelhaar, Alpaka, Merinowolle und Schafwolle sind für Dich sehr gut geeignet, wenn Du eine Variante mit mittlerem Wärmegrad wählst.
Nutze im Shop den Filter: Bettdecken Wärmegrad oder Jahreszeit
Eine dünnere Daunenfüllung oder Baumwolldecke bietet das richtige Maß an Wärme für mildere Winter.
Wenn Du nachts wenig schwitzt, hast Du bei der Füllung eine besonders große Auswahl. Du kannst Dich stärker danach richten, wie warm, leicht und anschmiegsam Deine Winterdecke sein soll.
Warum?
Wenn Du weder stark frierst noch schwitzt oder in einem gut beheizten Schlafzimmer schläfst, reicht eine leichtere Füllung aus. Eine dünner gefüllte Daunendecke bietet angenehme Wärme bei sehr geringem Gewicht. Bio-Baumwolle ist eine waschbare, pflegeleichte und vegane Alternative.
Auch Kamelhaar, Alpaka, Merinowolle und Schafwolle kommen sehr gut infrage. Entscheidend ist hier weniger das Material als der passende Wärmegrad. Wählst Du eine leichtere Ausführung, erhältst Du die positiven Eigenschaften der jeweiligen Naturhaarfüllung, ohne dass die Decke für Deinen Wärmebedarf zu warm wird.
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Schnelle Detail Übersicht als Tabelle
Schnelle Orientierung: Die folgende Tabelle gibt dir einen kompakten Überblick über alle Füllmaterialien – ideal für eine schnelle Entscheidung. Wer mehr Details zu den einzelnen Materialien wissen möchte, findet weiter unten ausführliche Erklärungen zu Wärmeleistung, Feuchtigkeitsregulierung und allen Vor- und Nachteilen.
| Füllung | Wärmeleistung | Feuchtigkeitsregulierung | Gewicht | Für Allergiker | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|---|
| Daunen | Sehr hoch | Gering | Sehr leicht | Ja* | Hoch |
| Merinowolle | Hoch | Sehr gut | Mittel | Bedingt** | Mittel bis hoch |
| Schafwolle | Hoch | Sehr gut | Höher | Bedingt** | Niedrig bis mittel |
| Kamelhaar | Hoch | Sehr gut | Leicht | Bedingt** | Hoch |
| Alpaka | Hoch | Sehr gut | Leicht | Bedingt** | Hoch |
| Yakhaarflaum | Sehr hoch | Gut | Leicht | Bedingt** | Sehr hoch |
| Kaschmir | Sehr hoch | Gut | Sehr leicht | Bedingt** | Sehr hoch |
| Bio-Baumwolle | Mittel | Gut | Höher | Ja* | Mittel |
* Gut für Allergiker geeignet, wenn die Bettdecke bei mindestens 60 °C waschbar ist.
Ein allergendichtes Encasing wird zusätzlich empfohlen.
** Naturhaarfüllungen sind häufig nicht zu Hause in der Waschmaschine waschbar.
Ein allergendichtes, waschbares Encasing ist deshalb besonders wichtig.
In allen Fällen haben wir Empfehlungen für Dich:
Ausführliche Details zu allen Füllungen
Daunen: höchste Wärmeleistung bei geringem Gewicht
Daunen stammen vom Untergefieder von Gänsen und Enten. Sie gelten als der klassische Wärmelieferant für Winterdecken.
Wie Daunen funktionieren
Isolationsprinzip:
Die dreidimensionale Struktur von Daunen schließt extrem viel Luft im Verhältnis zum Eigengewicht ein. Diese eingeschlossene Luft wird von der Körperwärme erwärmt und bildet eine hocheffektive Isolationsschicht.
Gewicht und Wärmeleistung:
Daunen erreichen die höchste Wärmeleistung bei geringstem Gewicht aller Füllmaterialien. Eine Winterdaunendecke wiegt typischerweise zwischen 800 und 1200 Gramm und ist dabei deutlich wärmer als schwerere Wolldecken.
Bauschkraft als Qualitätsmerkmal:
Die Qualität von Daunen wird durch die Bauschkraft gemessen. Je höher die Bauschkraft, desto mehr Luft können die Daunen speichern und desto besser ist die Isolationsleistung. Hochwertige Daunendecken haben eine Bauschkraft von mindestens 650 cuin.
Für wen geeignet:
Für Menschen, die frieren und trocken schlafen, ist eine Daunendecke oft die komfortabelste Lösung. Der limitierende Faktor ist die Feuchtigkeitsregulierung: Daunen können Schweiß nicht aktiv abtransportieren.
Daunen: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Sehr hohes Wärmerückhaltevermögen bei geringem Deckengewicht
- Anschmiegsam und weich, ideal für kalte Zehen und Schulterpartien
- Lange Lebensdauer bei guter Pflege
Nachteile:
- Begrenzter Feuchtigkeitstransport, kann bei starken Schwitzern klamm wirken
- Höherer Anschaffungspreis, besonders bei zertifizierten Bio-Daunen
- Für Hausstauballergiker nur mit spezieller Ausstattung geeignet
Merinowolle: warm und temperaturausgleichend
Merinowolle stammt vom Merinoschaf. Sie ist bekannt für ihre feine, gekräuselte Faserstruktur.
Wie Merinowolle funktioniert
Faserstruktur:
Die Fasern von Merinowolle sind mit 15 bis 24 Mikrometer Durchmesser deutlich feiner als normale Schafwolle. Diese feine Struktur macht Merinowolle weich und verhindert das Kratzen auf der Haut.
Feuchtigkeitsmanagement:
Merinowolle kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Die Feuchtigkeit wird chemisch in der Faserstruktur gebunden und anschließend an die Raumluft abgegeben. Dieser Prozess funktioniert kontinuierlich während der Nacht.
Luftkammern und Isolation:
Die gekräuselte Struktur von Merinowolle schafft tausende kleine Luftkammern. Diese Luftkammern isolieren hervorragend und sorgen gleichzeitig für Luftzirkulation. Das Ergebnis ist eine Decke, die wärmt ohne zu überhitzen.
Temperaturregulierung:
Merinowolle reguliert die Temperatur aktiv. Bei Kälte isoliert sie, bei Überwärmung leitet sie Wärme ab. Diese Eigenschaft macht Merinowolle ideal für Menschen mit wechselndem Wärmeempfinden während der Nacht.
Für wen geeignet:
Merinowolle eignet sich sowohl für Frierer als auch für Personen, die zeitweise schwitzen. Sie ist die vielseitigste Füllung für unterschiedliche Schlaftypen.
Merinowolle: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Sehr gute Temperaturregulierung im Winter
- Aktiver Feuchtigkeitstransport statt reiner Aufnahme
- Selbstreinigende Eigenschaften durch Lanolin
Nachteile:
- Etwas höheres Gewicht als eine Daunendecke
- Meist nur Lüften statt Waschen möglich
Schafwolle: robuste und günstige Alternative
Schafwolle stammt von verschiedenen Schafrassen. Sie wird auch Schurwolle genannt und ist eine preisgünstigere Alternative zu spezialisierter Merinowolle.
Eigenschaften von Schafwolle
Wärmeisolierung:
Schafwolle bietet solide Wärmeisolierung und natürliche Temperaturregulierung. Die gröberen Fasern speichern viel Luft und halten dadurch warm. Gleichzeitig kann Schafwolle Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben.
Faserstruktur:
Die Fasern von Schafwolle sind mit 20 bis 40 Mikrometer Durchmesser dicker als Merinowolle. Diese gröbere Struktur macht Schafwolle robuster und langlebiger. Der Nachteil ist, dass sie je nach Qualität kratzig wirken kann.
Gewicht:
Schafwolldecken sind schwerer als Merinodecken bei gleicher Wärmeleistung. Eine Winterdecke aus Schafwolle wiegt typischerweise 1500 bis 2000 Gramm. Das höhere Gewicht wird von manchen Menschen als angenehm empfunden, andere bevorzugen leichtere Decken.
Preis-Leistungs-Verhältnis:
Der große Vorteil von Schafwolle ist der Preis. Schafwolldecken kosten oft 30 bis 50 Prozent weniger als vergleichbare Merinodecken. Für Einsteiger in natürliche Füllmaterialien ist Schafwolle eine gute Wahl.
Haltbarkeit:
Schafwolle ist robust und widerstandsfähig gegen Verfilzung. Sie hält bei guter Pflege viele Jahre und verliert kaum an Bauschkraft.
Schafwolle: Unterschiede und Eigenschaften
Unterschied zu Merinowolle:
- Faserstruktur: Schafwolle hat gröbere, dickere Fasern (20-40 Mikrometer) als Merinowolle (15-24 Mikrometer), wodurch sie weniger weich und manchmal kratzig wirken kann
- Gewicht: Schafwolldecken sind deutlich schwerer als Merinodecken bei gleicher Wärmeleistung
- Feuchtigkeitsmanagement: Beide regulieren Feuchtigkeit gut, aber Merinowolle transportiert sie schneller ab
- Preis: Schafwolle ist erheblich günstiger als Merinowolle
- Haltbarkeit: Schafwolle ist robuster und widerstandsfähiger gegen Verfilzung
Vorteile:
- Gute Wärmeisolierung für kalte Winternächte
- Natürliche Feuchtigkeitsregulierung
- Deutlich günstiger als Merinowolle oder Edelhaare
- Robust und langlebig
- Nachhaltig und regional verfügbar
Nachteile:
- Höheres Gewicht als Merinowolle oder Daunen
- Kann je nach Qualität kratzig sein
- Meist nur Lüften statt Waschen möglich
- Nicht für Wollallergiker geeignet
Kamelhaar: leicht und hoch atmungsaktiv
Kamelhaarflaum wird aus dem feinen Unterhaar der Trampeltiere gewonnen. Es zählt zu den edelsten Naturhaar-Füllungen für Bettdecken.
Besondere Eigenschaften von Kamelhaar
Gewicht und Wärmeleistung:
Kamelhaar ist besonders leicht und erreicht eine ähnliche Wärmeleistung wie Daunen bei etwas höherem Gewicht. Eine Kamelhaardecke wiegt typischerweise 1000 bis 1400 Gramm und ist damit leichter als Wolldecken, aber schwerer als Daunendecken.
Hohle Fasern und Atmungsaktivität:
Die hohlen Fasern von Kamelhaar schaffen eine hervorragende Isolation. Gleichzeitig machen diese Hohlräume das Material atmungsaktiv. Kamelhaar transportiert Feuchtigkeit zuverlässig aus der Decke heraus.
Natürliche Temperaturregulierung:
Kamelhaar hat eine natürliche Temperaturregulierung. Kamele leben in Regionen mit extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Ihr Fell hat sich an diese Bedingungen angepasst. Diese Eigenschaft überträgt sich auf Kamelhaardecken.
Feuchtigkeitsmanagement:
Die Feuchtigkeitsregulierung von Kamelhaar ist besser als bei Daunen, aber nicht ganz so effektiv wie bei Merinowolle. Kamelhaar kann etwa 20 bis 25 Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen.
Für wen geeignet:
Kamelhaar eignet sich hervorragend für Menschen, die eine wärmende und trockene Schlafumgebung suchen. Es ist die ideale Wahl für Schwitzer, die gleichzeitig viel Wärme brauchen.
Kamelhaar: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Sehr leichtes Gewicht bei hoher Wärmeleistung
- Ausgezeichnete Feuchtigkeitsregulierung
- Angenehmes, trockenes Schlafklima
Nachteile:
- Preislich im oberen Segment
- Nicht für Wollallergiker geeignet
Alpakawolle: temperaturregulierend und leicht
Alpakawolle wird aus dem Vlies der Alpakas gewonnen. Alpakas leben in den südamerikanischen Anden und sind an extreme Temperaturschwankungen angepasst. Diese Eigenschaft macht ihre Wolle besonders wertvoll für Bettdecken.
Besondere Eigenschaften von Alpakawolle
Hohle Faserstruktur:
Alpakawolle ist hohl und besitzt eine einzigartige Faserstruktur. Die hohlen Fasern speichern Luft und isolieren hervorragend. Gleichzeitig ermöglichen sie Atmungsaktivität und Temperaturausgleich.
Gewicht und Wärmeleistung:
Alpakawolle ist leichter als Schafwolle und wärmer als Merinowolle bei gleichem Gewicht. Eine Alpakadecke wiegt typischerweise 1000 bis 1300 Gramm und bietet dabei exzellente Wärmeleistung.
Faserstruktur:
Die Fasern von Alpakawolle haben einen Durchmesser von 18 bis 25 Mikrometer. Das macht sie feiner als Schafwolle und vergleichbar mit Merinowolle. Alpakawolle kratzt nicht und ist angenehm auf der Haut.
Feuchtigkeitsmanagement:
Alpakawolle hat hervorragende Feuchtigkeitsregulierung. Sie kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Die Feuchtigkeit wird nach außen transportiert.
Antibakterielle Eigenschaften:
Alpakawolle ist natürlich antibakteriell und geruchshemmend. Sie benötigt weniger häufiges Waschen als andere Materialien. Regelmäßiges Lüften reicht meist aus.
Für wen geeignet:
Alpakawolle eignet sich für Menschen, die viel Wärme brauchen und zum Schwitzen neigen. Sie kombiniert die Wärmeleistung von Edelhaaren mit der Feuchtigkeitsregulierung von Wolle.
Alpakawolle: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Exzellente Wärmeleistung bei moderatem Gewicht
- Hervorragende Feuchtigkeitsregulierung für Schwitzer
- Weich und angenehm auf der Haut
- Natürlich antibakteriell und geruchshemmend
- Temperaturausgleichend bei Schwankungen
- Langlebig und formstabil
Nachteile:
- Höherer Preis als Schaf- oder Merinowolle
- Nicht für Wollallergiker geeignet
- Meist nur Lüften statt Waschen möglich
- Begrenzte Verfügbarkeit im Vergleich zu Schafwolle
Yakhaarflaum und Kaschmir: die Premium-Klasse
Yakhaarflaum wird von Hochlandyaks im Himalaya gewonnen. Kaschmir stammt von der Kaschmirziege. Beide Fasern gehören zur Premium-Klasse der Naturfüllungen.
Was macht Yakhaar und Kaschmir so besonders
Faserstruktur:
Yakhaar und Kaschmir sind extrem fein und weich. Die Fasern haben einen Durchmesser von nur 15 bis 19 Mikrometer. Diese Feinheit macht sie weicher als Merinowolle und deutlich angenehmer auf der Haut.
Gewicht und Wärmeleistung:
Beide Materialien liefern selbst bei geringer Füllmenge eine intensive Wärmeleistung. Eine Yakhaardecke kann mit 600 bis 800 Gramm Füllung die gleiche Wärmeleistung erreichen wie eine 1200 Gramm Wolldecke. Das macht sie ultraleicht und trotzdem extrem warm.
Anpassung an extreme Kälte:
Die hohlen Fasern von Yakhaar isolieren hervorragend. Yaks leben in Höhen bis 5000 Meter bei Temperaturen bis minus 40 Grad. Ihr Unterhaar ist perfekt an extreme Kälte angepasst.
Haptik von Kaschmir:
Kaschmir hat eine besonders weiche und anschmiegsame Haptik. Es fühlt sich luxuriös an und passt sich dem Körper an ohne zu beschweren.
Für wen geeignet:
Beide Materialien sind ideal für sehr kalte Schlafräume oder Personen mit ausgeprägtem Wärmebedürfnis. Sie bieten maximale Wärme bei minimalem Gewicht. Der Nachteil ist die begrenzte Feuchtigkeitsregulierung und der sehr hohe Preis.
Yakhaar und Kaschmir: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Herausragende Wärmeleistung pro Gramm Füllung
- Sehr weiche, anschmiegsame Haptik
- Gute Feuchtigkeitsableitung
Nachteile:
- Deutlich höheres Preisniveau
- Begrenzte Verfügbarkeit, meist als limitierte Serien
Baumwolle: die vegane Winter-Alternative
Baumwolle ist die pflanzliche Alternative zu Naturhaar-Füllungen. Bio-Baumwolle wird ohne Pestizide angebaut und ist frei von chemischen Rückständen.
Eigenschaften von Baumwolle als Winterfüllung
Waschbarkeit:
Baumwolle ist waschbar bei hohen Temperaturen. Viele Baumwolldecken können bei 60 Grad gewaschen werden. Das macht sie hygienisch und ideal für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut.
Hypoallergen und vegan:
Baumwolle ist hypoallergen und eignet sich für Menschen mit Wollallergie. Sie ist die einzige Option für Personen, die auf tierische Fasern allergisch reagieren und trotzdem eine warme Naturfaserdecke möchten. Baumwolle ist rein pflanzlich und vegan.
Gewicht und Isolationsleistung:
Die Isolationsleistung pro Gramm liegt bei Baumwolle unter der von Daunen oder Kamelhaar. Für sehr kalte Nächte werden Baumwolldecken mit höheren Füllgewichten empfohlen. Eine warme Winterdecke aus Baumwolle wiegt typischerweise 1800 bis 2500 Gramm.
Feuchtigkeitsmanagement:
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie nach außen ab. Die Feuchtigkeitsregulierung ist besser als bei Daunen, aber nicht so effektiv wie bei Wolle. Baumwolle eignet sich für moderate Schwitzer in milden bis gemäßigten Wintern.
Preis-Leistungs-Verhältnis:
Der Preis von Bio-Baumwolldecken liegt im mittleren Segment. Sie sind günstiger als Edelhaare wie Kamelhaar oder Kaschmir, aber teurer als einfache Synthetikdecken.
Der Preis von Bio-Baumwolldecken liegt im mittleren Segment. Sie sind günstiger als Edelhaare wie Kamelhaar oder Kaschmir, aber teurer als einfache Synthetikdecken.
Baumwolle: Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Waschbar bei hohen Temperaturen, gut für Allergiker
- Rein pflanzlich und vegan
- Angenehmes, hautfreundliches Gefühl
Nachteile:
- Höheres Gewicht der Decke
- Geringere Isolationsleistung pro Gramm als Daunen oder Naturhaar
Egal ob du zum Schwitzen neigst oder schnell frierst, ob du maximale Wärme oder moderate Isolation suchst - in unserer Auswahl ist für jeden Schlaftyp die passende Winterdecke dabei.

